Veranstaltungen am Museum für Naturkunde

Demnächst im Museum

Termine und Event's im Museum

24.10.2026 15:00 - 19:00 Uhr
Halloweenparty am Fenster in die Erdgeschichte

květen 2018 červen 2018 červenec 2018
pondělí úterý středa čtvrtek pátek sobota neděle
       
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  • Sonderausstellung
  • Aktivitäten auf der Grabung
  • Führung
  • Arbeitsgemeinschaft
  • Angebote der Museumspädagogik
  • Sonderveranstaltung

Veranstaltung(en) - červen 2018

Kindertag auf der Grabung

 

Kindertag auf der Grabung

Weil einmal Kindertag nicht reicht, wollen wir mit euch nochmal "Kind sein" feiern. Mit der Kindergrabung, einer Schaupräparation, einem tollen Fossil-Amulett, Mikroskopen und einer Reise in die Vergangenheit, wird der Tag zu einer super Glitzer-Tattoo Angelegenheit!

Zeit: 10:00 - 17:00
Veranstaltungsort: Fenster in die Erdgeschichte | Glockenstraße 16
Anmeldung: nicht erforderlich
Ansprechpartner: Maria Schulz
Eintritt: frei
Hinweise: Die Angebote auf der Grabung werden durch den Europäischen Sozialfonds gefördert. Wir freuen uns daher besonders über Besucher aus dem ESF-Fördergebiet (Stadtzentrum, Sonnenberg und Lutherviertel)

 

Öffentliche Dienstagsführung

 

Verborgene Welten - eine Führung durch das Insektarium

Insekten führen eine verborgene Lebensweise. Mit dieser Führung werden Ihnen die Tiere unseres Insektariums näher vorgestellt und deren Besonderheiten erläutert.

Zeit: 15:00 - 16:00
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde
Anmeldung: nicht erforderlich
Ansprechpartner: Sven Erlacher
Kosten: 5,- € | erm. 2,50 € | Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenfrei
Hinweise: Öffentliche Dienstagsführung

 

17:00 - 18:00 Uhr | AG Naturforscher

 

Die große Artenvielfalt der Dinosaurier

Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde | Museumspädagogisches Kabinett
Anmeldung: Voranmeldung erwünscht bei Dr. Thorid Zierold (0371 / 488-4552 oder zierold@naturkunde-chemnitz.de).
Ansprechpartner: Dr. Thorid Zierold
Kosten: -
Hinweise: -

 

19:00 Uhr | Entomologische Arbeisgemeinschaft

 

Thema: Ökologie und Verbreitung der Sumpf-Heidelibelle (Sympetrum depressiusculum) und die Bestandsveränderungen bei den Heidelibellen.
Referent: ANDRÉ GÜNTHER (TU Bergakademie Freiberg):

Vortragszeit: ca. 45 Min
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde | Museumspädagogisches Kabinett
Anmeldung: nicht erforderlich
Ansprechpartner: Sven Erlacher, 0371 - 488 45 53
Kosten: Eintritt frei
Hinweise: -

 

 

18:30 - 20:00 Uhr | Vortragsreihe Freundeskreis

 

Referent: Steffen Trümper, M.Sc, Chemnitz

Thema: Das Nonplusultra versteinerter Bäume (Perm-Ökosystem Manebach)

Veranstaltungsort: DAStietz | Veranstaltungssaal, 3. Etage
Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: Eintritt frei
Hinweise: -

 

Familiennachmittag

 

Unters Volk gemischt - Leben im Bienenstaat

Wo Imkerin Heike Janthur auftritt, dreht sich alles um Bienen, Honig und Imkerei. Wie viele Bienen beherbergt ein Volk?  Wie viele Blumen bestäubt eine Biene am Tag? Wie viele Blüten braucht es für ein Glas Honig? Wie verständigen sich Bienen untereinander? Und was hat es mit dem "Bienensterben" auf sich? So viele Fragen! Heike Janthur wird sie alle beantworten. Und wer mag, kann sich eine eigene Wachskerze drehen und als Erinnerung an diesen Bienennachmittag mit nach Hause nehmen.

Zeit: 14:00 - 16:00
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde
Anmeldung: nicht erforderlich
Ansprechpartner: Isabelle Ehle und Sven Erlacher
Eintritt: 4,- € | erm. 2,50 € | Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenfrei
Hinweise: Materialkosten für das Kerzendrehen 2,- €

 

15:00 - 16:30 Uhr | 875 Jahre Chemnitz - De Natura Fossilium

 

875 Jahre Chemnitz - De Natura Fossilium

Unter dem Motto "De Natura Fossilium" blättern wir mit Ihnen im Feldbuch von Georgius Agricola und erhalten Einblick in seine Forschungsinteressen.

Georgius Agricola lebte vom 24.März 1494 bis 21.November 1555. Er war ein Universalgelehrter in den Bereichen der Medizin, Pädagogik, Physik, Chemie, Politik, Geschichte und Philologie. Er prägte mit meheren Werken die Geowissenschaften, wobei "De Natura fossilium" sein wohl berühmtestes Werk ist. Von 1546 bis 1553 hatte er 4 Mal das Amt des Bürgermeisters von Chemnitz inne. Agricola gehörte zu den einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Stadt und in den Geowissenschaften.

Zeit: 15:00 - 16:30
Veranstaltungsort: Fenster in die Erdgeschichte | Glockenstraße 16
Anmeldung: erwünscht unter Tel. 0371-27369367 oder online
Ansprechpartner: Maria Schulz
Hinweise: Die Führung ist im Tarif des Museums für Naturkunde Chemnitz inbegriffen und dauert 1½ h.  Die Teilnehmeranzahl ist auf 25 begrenzt.

 

Termindetails

  Fossil des Jahres 2023 - Medullosa stellata

Wann? -

Ab 28. Oktober 2023 wird im Museum für Naturkunde Chemnitz ein besonderes Objekt präsentiert: Medullosa stellata, eine fossile Samenpflanze mit Farnlaub, die von der Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2023 erkoren wurde. Erst durch einen Fund der wissenschaftlichen Grabung in Chemnitz-Hilbersdorf (2008–2011) war es möglich, die Pflanze insgesamt zu rekonstruieren. Neben Teilen dieses Sensationsfundes wird in der Sonderschau erstmals das digitale Rekonstruktionsmodell des Baumes gezeigt. Ein Kurzfilm über die Medullosa wird ebenfalls fester Bestandteil der Ausstellung sein.

Die Paläontologie erforscht die Geschichte des Lebens auf der Erde. Anhand von Fossilien und Gesteinsschichten, in denen sie gefunden werden, zeichnet sie die Evolution der Organismen und ihrer Umwelt nach, rekonstruiert biologische Anpassungen an verschiedene Lebensbedingungen, findet Hinweise auf Klimaveränderungen in der geologischen Vergangenheit, untersucht Ursachen und Auswirkungen von Artbildungsprozessen und Massenaussterbeereignissen. Damit ist Paläontologie der Schlüssel zum Verständnis der heutigen Biodiversität und der Wechselwirkung zwischen belebter und unbelebter Natur.

1912 wurde in Greifswald die Paläontologische Gesellschaft gegründet, heute die größte Vereinigung von Berufspaläontologen, Sammlern und Freizeitforschern im deutschsprachigen Raum. Um auf Fossilien aufmerksam zu machen, die von besonderem wissenschaftlichen Wert sind, wählt die Paläontologische Gesellschaft seit 2008 einen Fund oder eine ganze Art zum Fossil des Jahres.
2023 fiel diese Wahl auf Medullosa stellata aus dem Versteinerten Wald Chemnitz. Diese bereits 1832 von Bernhard Cotta beschriebene fossile Baumart blieb für die Wissenschaft fast zwei Jahrhunderte ein ungelöstes Rätsel. Relativ schnell erkannte man, dass die 1849 unter dem Namen Myeolxylon beschriebenen Hölzer in Wirklichkeit am Medullosa-Stamm ansitzende Wedelstiele sind. Welches Laub jedoch an diesen Wedelstielen hing, blieb bis zur wissenschaftlichen Grabung des Museums für Naturkunde Chemnitz ungeklärt. Erst ein Komplexfund, der 2009 entdeckt und 2010 geborgen wurde, gab die Gewissheit: am Stamm der Medullosa stellata saßen farnartige Wedel vom Typ Alethopteris schneideri an.
Medullosa gehört zu Farnsamern, einer ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen mit Farnlaub. Wir wissen nun, dass zehn bis zu 3,5 m lange Wedel an dem relativ dünnen, aber stark verholzten Stamm saßen. Ein komplexes Netzwerk vertikal und horizontal verbundener Leitbündel im Medullosa-Stamm und den Myeloxylon-Wedeln sorgte dafür, dass die Pflanze große Mengen Wasser aufnehmen und speichern konnte. Blätter mit dichter Nervatur ermöglichten eine Transpirationsrate auf dem Niveau heutiger Blütenpflanzen. Vermutlich hat Medullosa damit eine entscheidende Rolle im Ökosystem des subtropischen Waldes gespielt, der vor 291 Millionen Jahren im Großraum Chemnitz existierte: während das Klima immer trockener und saisonaler wurde, es also zum zunehmend ausgeprägten Wechsel von Regen- und Trockenzeiten kam, schufen die Medullosen mit ihrer besonderen Fähigkeit zur Wasseraufnahme und –abgabe eine immerfeuchte Oase, in der andere Pflanzen gedeihen und zahlreiche Tiere leben konnten.

 

Jdi zpět