Veranstaltungen am Museum für Naturkunde

Demnächst im Museum

Termine und Event's im Museum

24.10.2026 15:00 - 19:00 Uhr
Halloweenparty am Fenster in die Erdgeschichte

duben 2019 květen 2019 červen 2019
pondělí úterý středa čtvrtek pátek sobota neděle
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
  • Sonderausstellung
  • Aktivitäten auf der Grabung
  • Führung
  • Arbeitsgemeinschaft
  • Angebote der Museumspädagogik
  • Sonderveranstaltung

Veranstaltung(en) - květen 2019

Familienzeit im Insektarium

 

Insekten hautnah erleben und gemeinsam Kreativität entdecken stehen im Fokus. Ein entomologischer Wunderbaum kann auf phantasievolle Weise gestaltet werden.

Erfahren Sie mehr in unserem Faltblatt.


Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde | Insektarium

 

AG Naturforscher - Liopleurodon und spannende Ergebnisse aus der Forschungsarbeit über Saurier

 

Liopleurodon und spannende Ergebnisse aus der Forschungsarbeit über Saurier

Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde | Museumspädagogisches Kabinett
Anmeldung: erforderlich
Ansprechpartner: Dr. Thorid Zierold
Kosten: -
Hinweise: Am Beispiel Liopleurodon werden Methoden zur Erforschung der Saurierentwicklung erarbeitet.

 

18:30 - 19:30 Uhr | Vortragsreihe Freundeskreis

 

Referent: Prof. Dr. Frank Richter, Chemnitz

Thema: Das Vakuum - wozu ist das Nichts nütze?

Am 15. Mai um 18:30 Uhr spricht der emeritierte Prof. Dr. Frank Richter darüber, wie uns NICHTS tagtäglich begegnet. Das Vakuum ist ein unverzichtbares Instrument der heutigen Produktion und Forschung.

Wenn die Luft aus einem Behälter mehr oder weniger vollständig herausgepumpt ist, spricht man davon, dass sich in diesem Behälter ein Vakuum befindet. Technisch gelang das in nennenswertem Maße erstmals im 17. Jahrhundert durch Otto von Guericke.

Mittlerweile ist das Vakuum ein unverzichtbares Instrument für die moderne Produktion und die Forschung geworden. Die größten Vakuumanlagen stellen Teilchenbeschleuniger dar, aber auch Versuchsanlagen zur Kernfusion oder Weltraumsimulationsanlagen.

Neben den physikalischen Grundlagen werden einige wichtige Vakuumanwendungen im Vortrag vorgestellt. Abschließend geht der Referent darauf ein, dass das Vakuum für die moderne Physik doch mehr ist als nur der leere Raum.

Der Referent hatte an der TU Chemnitz bis 2012 die Professur Physik fester Körper inne. Er war bis 2014 Projektleiter des Spitzentechnologiecluster eniPROD und bis 2017 Mitglied im Vorstandsrat der Deutschen Vakuumgesellschaft.

Veranstaltungsort: DAStietz | Museum für Naturkunde, 1. Etage
Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: Eintritt frei
Hinweise: -

 

Termindetails

  Fossil des Jahres 2023 - Medullosa stellata

Wann? -

Ab 28. Oktober 2023 wird im Museum für Naturkunde Chemnitz ein besonderes Objekt präsentiert: Medullosa stellata, eine fossile Samenpflanze mit Farnlaub, die von der Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2023 erkoren wurde. Erst durch einen Fund der wissenschaftlichen Grabung in Chemnitz-Hilbersdorf (2008–2011) war es möglich, die Pflanze insgesamt zu rekonstruieren. Neben Teilen dieses Sensationsfundes wird in der Sonderschau erstmals das digitale Rekonstruktionsmodell des Baumes gezeigt. Ein Kurzfilm über die Medullosa wird ebenfalls fester Bestandteil der Ausstellung sein.

Die Paläontologie erforscht die Geschichte des Lebens auf der Erde. Anhand von Fossilien und Gesteinsschichten, in denen sie gefunden werden, zeichnet sie die Evolution der Organismen und ihrer Umwelt nach, rekonstruiert biologische Anpassungen an verschiedene Lebensbedingungen, findet Hinweise auf Klimaveränderungen in der geologischen Vergangenheit, untersucht Ursachen und Auswirkungen von Artbildungsprozessen und Massenaussterbeereignissen. Damit ist Paläontologie der Schlüssel zum Verständnis der heutigen Biodiversität und der Wechselwirkung zwischen belebter und unbelebter Natur.

1912 wurde in Greifswald die Paläontologische Gesellschaft gegründet, heute die größte Vereinigung von Berufspaläontologen, Sammlern und Freizeitforschern im deutschsprachigen Raum. Um auf Fossilien aufmerksam zu machen, die von besonderem wissenschaftlichen Wert sind, wählt die Paläontologische Gesellschaft seit 2008 einen Fund oder eine ganze Art zum Fossil des Jahres.
2023 fiel diese Wahl auf Medullosa stellata aus dem Versteinerten Wald Chemnitz. Diese bereits 1832 von Bernhard Cotta beschriebene fossile Baumart blieb für die Wissenschaft fast zwei Jahrhunderte ein ungelöstes Rätsel. Relativ schnell erkannte man, dass die 1849 unter dem Namen Myeolxylon beschriebenen Hölzer in Wirklichkeit am Medullosa-Stamm ansitzende Wedelstiele sind. Welches Laub jedoch an diesen Wedelstielen hing, blieb bis zur wissenschaftlichen Grabung des Museums für Naturkunde Chemnitz ungeklärt. Erst ein Komplexfund, der 2009 entdeckt und 2010 geborgen wurde, gab die Gewissheit: am Stamm der Medullosa stellata saßen farnartige Wedel vom Typ Alethopteris schneideri an.
Medullosa gehört zu Farnsamern, einer ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen mit Farnlaub. Wir wissen nun, dass zehn bis zu 3,5 m lange Wedel an dem relativ dünnen, aber stark verholzten Stamm saßen. Ein komplexes Netzwerk vertikal und horizontal verbundener Leitbündel im Medullosa-Stamm und den Myeloxylon-Wedeln sorgte dafür, dass die Pflanze große Mengen Wasser aufnehmen und speichern konnte. Blätter mit dichter Nervatur ermöglichten eine Transpirationsrate auf dem Niveau heutiger Blütenpflanzen. Vermutlich hat Medullosa damit eine entscheidende Rolle im Ökosystem des subtropischen Waldes gespielt, der vor 291 Millionen Jahren im Großraum Chemnitz existierte: während das Klima immer trockener und saisonaler wurde, es also zum zunehmend ausgeprägten Wechsel von Regen- und Trockenzeiten kam, schufen die Medullosen mit ihrer besonderen Fähigkeit zur Wasseraufnahme und –abgabe eine immerfeuchte Oase, in der andere Pflanzen gedeihen und zahlreiche Tiere leben konnten.

 

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