Veranstaltungen am Museum für Naturkunde

Demnächst im Museum

Termine und Event's im Museum

24.10.2026 15:00 - 19:00 Uhr
Halloweenparty am Fenster in die Erdgeschichte

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  • Sonderausstellung
  • Aktivitäten auf der Grabung
  • Führung
  • Arbeitsgemeinschaft
  • Angebote der Museumspädagogik
  • Sonderveranstaltung

Veranstaltung(en) - duben 2020

Junge Werkstatt – Mein Museum der Träume

 

Im Museum für Naturkunde wurde in diesem Jahr gemessen, gesägt, gefilmt und getöpfert. Schüler des Chemnitzer Schulmodells erweckten den Versteinerten Wald von Chemnitz durch Spiele, Trickfilme und Audiobeiträge zum Leben. Die Sonderausstellung zeigt die kreativen Ergebnisse, die Teil der neuen Dauerausstellung werden sollen, nun einer breiten Öffentlichkeit. Kommt zum Staunen, Stöbern und Spielen!

 

 

abgesagt - AG Naturforscher - Ein Blick in das Insektarium

 
Aufgrund der für Chemnitz gültigen Allgemeinverfügung der Stadt Chemnitz bleibt das Museum für Naturkunde bis zum  13. April 2020 geschlossen. Die nachfolgende Veranstaltung entfällt.
 
Hier geht es zu einem digitalen Blick hinter die Kulissen des Museums. Weitere Filme zur Arbeit hinter den Kulissen des Museums für Naturkunde findet Ihr auf unserem YouTube Kanal.
 
Wer füttert eigentlich die Schmetterlinge, Stabschrecken, Vogelspinne und anderen Gliedertiere im Insektarium? Wir schauen gemeinsam in den Zuchtbereich des Insektariums und werden Tiere füttern und Terrarien gestalten.
 
Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde | Museumspädagogisches Kabinett
Anmeldung: erforderlich
Ansprechpartner: Dr. Thorid Zierold
Kosten: kostenfrei für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
Hinweise: 
 

14:00 - 17:00 Uhr | abgesagt - Ostern im Versteinerten Wald

 
Aufgrund der für Chemnitz gültigen Allgemeinverfügung der Stadt Chemnitz bleibt das Museum für Naturkunde bis zum  13. April 2020 geschlossen. Die nachfolgende Veranstaltung entfällt.

 

Zu Ostern bietet das Museum für Naturkunde am Donnerstag, dem 09. April, von 14 bis 17 Uhr ein besonderes Familienangebot. Junge Forscher und Entdecker können an vier Stationen selbst aktiv werden. So können sie sich als geologischer Präparator ausprobieren, als Forscher am Mikroskop die Welt im Kleinen entdecken, Figuren aus Holz und Gips farbig gestalten und ein Glitzer-Tattoo in verschiedenen Farben und Formen aufbringen lassen.

Aber was wäre Ostern ohne Ostereier? Die jungen Besucher erwartet in der Ausstellung eine ungewöhnliche Schatzsuche. Jedes gefundene Ei führt zu einem spannenden Osterschatz.


Die Veranstaltung wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 


 

18:30 - 20:00 Uhr | abgesagt - Vortragsreihe Freundeskreis

 

Die Veranstaltung findet auf Grund der Corona-Pandemie nicht statt.

Referent: Dr. Horst Kämpf, Potsdam

Thema: Neues aus der Schwarmbebenregion Vogtland/NW-Böhmen: Quartärer Vulkanismus und rezente verdeckte Magmenaufstiege

 

Veranstaltungsort: DAStietz | Kulturraum| Erdgeschoss
Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: Eintritt frei
Hinweise: -

 

Termindetails

  Fossil des Jahres 2023 - Medullosa stellata

Wann? -

Ab 28. Oktober 2023 wird im Museum für Naturkunde Chemnitz ein besonderes Objekt präsentiert: Medullosa stellata, eine fossile Samenpflanze mit Farnlaub, die von der Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2023 erkoren wurde. Erst durch einen Fund der wissenschaftlichen Grabung in Chemnitz-Hilbersdorf (2008–2011) war es möglich, die Pflanze insgesamt zu rekonstruieren. Neben Teilen dieses Sensationsfundes wird in der Sonderschau erstmals das digitale Rekonstruktionsmodell des Baumes gezeigt. Ein Kurzfilm über die Medullosa wird ebenfalls fester Bestandteil der Ausstellung sein.

Die Paläontologie erforscht die Geschichte des Lebens auf der Erde. Anhand von Fossilien und Gesteinsschichten, in denen sie gefunden werden, zeichnet sie die Evolution der Organismen und ihrer Umwelt nach, rekonstruiert biologische Anpassungen an verschiedene Lebensbedingungen, findet Hinweise auf Klimaveränderungen in der geologischen Vergangenheit, untersucht Ursachen und Auswirkungen von Artbildungsprozessen und Massenaussterbeereignissen. Damit ist Paläontologie der Schlüssel zum Verständnis der heutigen Biodiversität und der Wechselwirkung zwischen belebter und unbelebter Natur.

1912 wurde in Greifswald die Paläontologische Gesellschaft gegründet, heute die größte Vereinigung von Berufspaläontologen, Sammlern und Freizeitforschern im deutschsprachigen Raum. Um auf Fossilien aufmerksam zu machen, die von besonderem wissenschaftlichen Wert sind, wählt die Paläontologische Gesellschaft seit 2008 einen Fund oder eine ganze Art zum Fossil des Jahres.
2023 fiel diese Wahl auf Medullosa stellata aus dem Versteinerten Wald Chemnitz. Diese bereits 1832 von Bernhard Cotta beschriebene fossile Baumart blieb für die Wissenschaft fast zwei Jahrhunderte ein ungelöstes Rätsel. Relativ schnell erkannte man, dass die 1849 unter dem Namen Myeolxylon beschriebenen Hölzer in Wirklichkeit am Medullosa-Stamm ansitzende Wedelstiele sind. Welches Laub jedoch an diesen Wedelstielen hing, blieb bis zur wissenschaftlichen Grabung des Museums für Naturkunde Chemnitz ungeklärt. Erst ein Komplexfund, der 2009 entdeckt und 2010 geborgen wurde, gab die Gewissheit: am Stamm der Medullosa stellata saßen farnartige Wedel vom Typ Alethopteris schneideri an.
Medullosa gehört zu Farnsamern, einer ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen mit Farnlaub. Wir wissen nun, dass zehn bis zu 3,5 m lange Wedel an dem relativ dünnen, aber stark verholzten Stamm saßen. Ein komplexes Netzwerk vertikal und horizontal verbundener Leitbündel im Medullosa-Stamm und den Myeloxylon-Wedeln sorgte dafür, dass die Pflanze große Mengen Wasser aufnehmen und speichern konnte. Blätter mit dichter Nervatur ermöglichten eine Transpirationsrate auf dem Niveau heutiger Blütenpflanzen. Vermutlich hat Medullosa damit eine entscheidende Rolle im Ökosystem des subtropischen Waldes gespielt, der vor 291 Millionen Jahren im Großraum Chemnitz existierte: während das Klima immer trockener und saisonaler wurde, es also zum zunehmend ausgeprägten Wechsel von Regen- und Trockenzeiten kam, schufen die Medullosen mit ihrer besonderen Fähigkeit zur Wasseraufnahme und –abgabe eine immerfeuchte Oase, in der andere Pflanzen gedeihen und zahlreiche Tiere leben konnten.

 

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