Veranstaltungen am Museum für Naturkunde

Demnächst im Museum

Termine und Event's im Museum

24.10.2026 15:00 - 19:00 Uhr
Halloweenparty am Fenster in die Erdgeschichte

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  • Sonderausstellung
  • Aktivitäten auf der Grabung
  • Führung
  • Arbeitsgemeinschaft
  • Angebote der Museumspädagogik
  • Sonderveranstaltung

Veranstaltung(en) - září 2020

Junge Werkstatt – Mein Museum der Träume

 

Im Museum für Naturkunde wurde in diesem Jahr gemessen, gesägt, gefilmt und getöpfert. Schüler des Chemnitzer Schulmodells erweckten den Versteinerten Wald von Chemnitz durch Spiele, Trickfilme und Audiobeiträge zum Leben. Die Sonderausstellung zeigt die kreativen Ergebnisse, die Teil der neuen Dauerausstellung werden sollen, nun einer breiten Öffentlichkeit. Kommt zum Staunen, Stöbern und Spielen!

 

 

AG Naturforscher - Wie geht eigentlich Forschen?

 
Wie geht eigentlich Forschen? Wir gehen ins Detail und erkunden, wie Wissenschaftler eine neue Art beschreiben, historische Dokumente auswerten, Experimente durchführen und all dies in einem Text beschreiben. Eure Aufgabe wird es sein, ein Mineral mit dem Mikroskop und einem Experiment zu erforschen und zu beschreiben.
 
Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde | Museumspädagogisches Kabinett
Anmeldung: erforderlich
Ansprechpartner: Dr. Thorid Zierold
Kosten: kostenfrei für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
Hinweise:
 

Tag des Geotops 2020

 

Eine urwaldartige Vegetation mit Schachtelhalmbäumen, Baumfarnen und Co. sowie kleinen Ursauriern und Skorpionen prägte vor 291 Millionen Jahren die Landschaft des Gebietes, in dem sich heute Chemnitz befindet. Dieses Ökosystem wurde durch einen Vulkanausbruch konserviert und bietet den Wissenschaftlern am Museum für Naturkunde Chemnitz die einmalige Chance, Einblicke in die Lebewelt dieser Zeit zu gewinnen.

Auch in diesem Jahr öffnet die wissenschaftliche Grabung am „Fenster in die Erdgeschichte“ ihre Tore für Groß und Klein und lädt die interessierten Besucher ein, in die Welt vor 291 Millionen Jahren einzutauchen. Dabei „plaudern die Forscher ein wenig aus dem Nähkästchen“ – erzählen von der Entstehung des Versteinerten Waldes, geben Einblicke in den Grabungsalltag und lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Auch für die kleinen Forscher gibt es was zu tun! Diese dürfen mit Schaufel und Pinsel in einer Ausgrabung für Kinder selbst aktiv werden und nach einem Schatz suchen.

Zeit: 10:00 - 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Grabung "Fenster in die Erdgeschichte", Glockenstraße 16, 09130 Chemnitz
Anmeldung: nicht erforderlich
Ansprechpartner: Anne Förster
Kosten: kostenfrei 
Hinweise: es gelten die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln auf Grund der Cororna-Pandemie
 
Das Projekt „Fenster in die Erdgeschichte“ wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.
 

Termindetails

  Fossil des Jahres 2023 - Medullosa stellata

Wann? -

Ab 28. Oktober 2023 wird im Museum für Naturkunde Chemnitz ein besonderes Objekt präsentiert: Medullosa stellata, eine fossile Samenpflanze mit Farnlaub, die von der Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2023 erkoren wurde. Erst durch einen Fund der wissenschaftlichen Grabung in Chemnitz-Hilbersdorf (2008–2011) war es möglich, die Pflanze insgesamt zu rekonstruieren. Neben Teilen dieses Sensationsfundes wird in der Sonderschau erstmals das digitale Rekonstruktionsmodell des Baumes gezeigt. Ein Kurzfilm über die Medullosa wird ebenfalls fester Bestandteil der Ausstellung sein.

Die Paläontologie erforscht die Geschichte des Lebens auf der Erde. Anhand von Fossilien und Gesteinsschichten, in denen sie gefunden werden, zeichnet sie die Evolution der Organismen und ihrer Umwelt nach, rekonstruiert biologische Anpassungen an verschiedene Lebensbedingungen, findet Hinweise auf Klimaveränderungen in der geologischen Vergangenheit, untersucht Ursachen und Auswirkungen von Artbildungsprozessen und Massenaussterbeereignissen. Damit ist Paläontologie der Schlüssel zum Verständnis der heutigen Biodiversität und der Wechselwirkung zwischen belebter und unbelebter Natur.

1912 wurde in Greifswald die Paläontologische Gesellschaft gegründet, heute die größte Vereinigung von Berufspaläontologen, Sammlern und Freizeitforschern im deutschsprachigen Raum. Um auf Fossilien aufmerksam zu machen, die von besonderem wissenschaftlichen Wert sind, wählt die Paläontologische Gesellschaft seit 2008 einen Fund oder eine ganze Art zum Fossil des Jahres.
2023 fiel diese Wahl auf Medullosa stellata aus dem Versteinerten Wald Chemnitz. Diese bereits 1832 von Bernhard Cotta beschriebene fossile Baumart blieb für die Wissenschaft fast zwei Jahrhunderte ein ungelöstes Rätsel. Relativ schnell erkannte man, dass die 1849 unter dem Namen Myeolxylon beschriebenen Hölzer in Wirklichkeit am Medullosa-Stamm ansitzende Wedelstiele sind. Welches Laub jedoch an diesen Wedelstielen hing, blieb bis zur wissenschaftlichen Grabung des Museums für Naturkunde Chemnitz ungeklärt. Erst ein Komplexfund, der 2009 entdeckt und 2010 geborgen wurde, gab die Gewissheit: am Stamm der Medullosa stellata saßen farnartige Wedel vom Typ Alethopteris schneideri an.
Medullosa gehört zu Farnsamern, einer ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen mit Farnlaub. Wir wissen nun, dass zehn bis zu 3,5 m lange Wedel an dem relativ dünnen, aber stark verholzten Stamm saßen. Ein komplexes Netzwerk vertikal und horizontal verbundener Leitbündel im Medullosa-Stamm und den Myeloxylon-Wedeln sorgte dafür, dass die Pflanze große Mengen Wasser aufnehmen und speichern konnte. Blätter mit dichter Nervatur ermöglichten eine Transpirationsrate auf dem Niveau heutiger Blütenpflanzen. Vermutlich hat Medullosa damit eine entscheidende Rolle im Ökosystem des subtropischen Waldes gespielt, der vor 291 Millionen Jahren im Großraum Chemnitz existierte: während das Klima immer trockener und saisonaler wurde, es also zum zunehmend ausgeprägten Wechsel von Regen- und Trockenzeiten kam, schufen die Medullosen mit ihrer besonderen Fähigkeit zur Wasseraufnahme und –abgabe eine immerfeuchte Oase, in der andere Pflanzen gedeihen und zahlreiche Tiere leben konnten.

 

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