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Veranstaltung(en) - 18.09.2022

Tag des Geotops 2022

 

„Fenster in die Erdgeschichte“ – den Versteinerten Wald erleben

Warum liegt unter Chemnitz ein Versteinerter Wald verborgen? Was bewegte sogar die Edelsteininspektoren der sächsischen Kurfürsten im 18. Jahrhundert dazu, nach Chemnitz zu reisen? Und wer ist eigentlich dieser Chemnitzion, der plötzlich in aller Munde ist? Wenn wir euer Interesse geweckt haben, dann kommt zum Tag des Geotops bei uns am „Fenster in die Erdgeschichte“ auf dem Sonnenberg in Chemnitz vorbei. Hier begebt ihr euch mit dem Grabungsteam Chemnitz auf eine Zeitreise in die Erdgeschichte mit Halt im Erdzeitalter Perm, vor 291 Millionen Jahren. Auf der Suche nach den Geheimnissen dieser Zeit könnt ihr den Forschenden bei der Freilegung und Bergung eines versteinerten Baumstammes über die Schulter schauen und den Grabungsgeschichten lauschen. Wem das noch nicht reicht, der kann in einer nachgestellten Grabungssituation nach kleinen Fossilien suchen und selbst erleben, wie spannend die Arbeit eines Paläontologen ist. Wissbegierige können die Grabung auch auf eigene Faust erkunden und dabei ein Quiz lösen, bei dessen Lösung am Ende ein kleiner Preis wartet.

Zeit: 10:00 - 17:00
Veranstaltungsort: Fenster in die Erdgeschichte | Glockenstraße 16
Anmeldung: nicht erforderlich
Ansprechpartner: Anne Förster
Eintritt: frei
Hinweise: Es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuellen Bestimmungen.

Das Projekt „Fenster in die Erdgeschichte“ wird durch den ESF gefördert.

 

Termindetails

  A Crack in Deep Time

Wann? -

Vor 291 Millionen Jahren lag Chemnitz in der Nähe des Äquators. Unter dem zunehmend warmen und trockenen Klima des Perms wuchs in einer feuchten Oase ein subtropischer Urwald, der vom Ausbruch des Zeisigwaldvulkans begraben wurde. Dadurch hielt der versteinerte Wald Chemnitz, der heute inmitten der Stadt ausgegraben wird, das Leben einer fernen Vergangenheit in einer Momentaufnahme fest.

Gegenwärtig sind die Lebensbedingungen auf der Erde wieder in einer Veränderung begriffen. Ein Artensterben ist im Gange, das neben anderen maßgeblich vom Menschen beeinflussten Faktoren auch durch die rasante Erwärmung des Planeten verursacht wird. Wird sich die Pflanzenwelt an den Klimawandel anpassen können? Und was können wir von der Vergangenheit der Erde für ihre Zukunft lernen?

Im Rahmen der Ausstellung NEW ECOLOGIES Gegenwarten II haben Ooze (Eva Pfannes und Sylvain Hartenberg) und Marjetica Potrč einen künstlichen Riss in das Bauloch vor dem Tietz gegraben, in dem versteinerte Bäume und ihre Nachfahren, die als lebende Fossilien heute noch gedeihen, aufeinandertreffen. Sehen wir in diesen Pflanzen der heißen Vergangenheit die Pflanzen der heißen Zukunft? Was bedeuten klimatische Veränderungen für unsere gegenwärtige Pflanzenwelt, für uns Menschen und unsere Beziehungen zur Natur?

Zusammen mit Sten Gillner, Leiter des Botanischen Gartens Chemnitz, und den Projektpartnern Ronny Rößler und Ilja Kogan vom Museum für Naturkunde Chemnitz wollen wir diese Fragen diskutieren und in die Pflanzenwelt der Urzeit und Zukunft eintauchen. Mit einer Grußbotschaft von Ooze besuchen wir das Kunstwerk A Crack in Deep Time | Urzeit-Riss im Bauloch vor dem Tietz.

 

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Museum für Naturkunde Chemnitz | Moritzstraße 20, 09111Chemnitz
Öffnungszeiten Mo, Di, Do, Fr 9-17 Uhr | Sa, So 10-18 Uhr
www.naturkunde-chemnitz.de | info@naturkunde-chemnitz.de
Tel. 0371 - 488 45 51 | Fax 0371 - 488 45 97