Veranstaltungen am Museum für Naturkunde

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  • Sonderausstellung
  • Aktivitäten auf der Grabung
  • Führung
  • Arbeitsgemeinschaft
  • Angebote der Museumspädagogik
  • Sonderveranstaltung

Veranstaltung(en) - 20.09.2026

10:00 - 17:00 Uhr | Tag des Geotops 2026

 

Einblicke in den Untergrund von Chemnitz zum Tag des Geotops

Der Versteinerte Wald Chemnitz ist vielen Menschen ein Begriff. Dass es sich hierbei jedoch um mehr als nur das Ensemble versteinerter Bäume im Tietz handelt, wissen nur wenige.

Am „Fenster in die Erdgeschichte“, der wissenschaftlichen Grabung des Museums für Naturkunde, werden weitere Teile des Versteinerten Waldes freigelegt. Zum Tag des Geotops am 20.09.2026 öffnen wir wieder unser Grabungszelt für Groß und Klein und bieten allen Interessierten die Möglichkeit, live beim Graben dabei zu sein. Hierbei können die Besucher dem Grabungsteam Fragen stellen, erfahren, wie eine Grabung abläuft bzw. was dafür alles nötig ist und auch die eine oder andere lustige Geschichte aus dem Grabungsalltag hören. Nachwuchsforscher dürfen das „geologische Klassenzimmer“ erkunden und selbst nach versteinerten Hölzern graben. Wem das noch nicht genügt, der kann beim Lösen eines Quiz das Grabungsgelände selbstständig erkunden und bekommt, bei richtiger Lösung, einen kleinen Preis.

Unter unseren Füßen verbirgt sich ein wahren Schatz: ein komplettes Ökosystem liegt hier begraben. Es wurde vor 291 Millionen Jahren durch einen Vulkanausbruch konserviert und gibt uns Einblicke in eine längst vergangene Zeit. Einst stand im Gebiet des heutigen Chemnitz ein tropischer Regenwald. In diesem kletterten flinke Ursaurier auf Baumriesen umher, verliebte Skorpione „tanzten“ auf dem Waldboden und kleine Lurche lauerten auf leckere Insekten, die sie mit ihrer klebrigen Zunge fingen. All das können wir aus den versteinerten Überresten dieses Waldes lesen. Doch es sind noch längst nicht alle Geheimnisse gelüftet.

Zum Tag des Geotops am 20. September 2026 laden unterschiedliche Einrichtungen in ganz Deutschland dazu ein, Erdgeschichte gemeinsam mit Fachleuten hautnah zu erleben. Hierbei können verschiedene Ausflugsziele angesteuert werden – Steinbrüche, Mineralfundorte, Bergwerke und auch die Grabung am „Fenster in die Erdgeschichte“ des Museums für Naturkunde Chemnitz.

Der Tag des Geotops ist eine Initiative der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung e. V. und findet seit 2002 jeweils am dritten Sonntag im September statt. Das vollständige Programm ist unter http://www.tag-des-geotops.de zu sehen.

 

Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei.

Ort: Fenster in die Erdgeschichte, Glockenstraße 16, 09130 Chemnitz

Ansprechpartnerin: Julia Hornickel (0371 488-4557 oder hornickel@naturkunde-chemnitz.de).

Hinweise: Die Veranstaltung wird im Rahmen des ESF Plus-Projekts „Fenster in die Erdgeschichte“ (Antragsnummer: 100731465) von der Europäischen Union kofinanziert. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

 

Termindetails

  Vortragsreihe Freundeskreis

Wann? -

Vortrag von Frank Hrouda: "Ein Leben zwischen zwei Klappen - Die Brachiopoden der Geraer Zechsteinlagune vor 255.000.000 Jahren"

Den meisten Bürgerinnen und Bürgern sind Brachiopoden vollkommen unbekannt - kein Wunder, denn heute gibt es von diesen ausschließlich im Meer lebenden Tieren auf der gesamten Erde nur noch etwa 370 verschiedene Arten. Die wenigen Menschen, denen Brachiopoden bekannt sind, gehören in der Regel zur "Gruppe" der Fossiliensammler oder Paläontologen. Auch das ist kein Wunder, denn im Laufe der Erdgeschichte seit dem Kambrium vor 540 Millionen Jahren existierten mindestens 30.000 Brachiopodenarten, die als Fossilien weltweit häufig gefunden werden. Oft verwechselt man sie dann
mit Muscheln, da Brachiopoden wie Muscheln ein Gehäuse, das prinzipiell aus zwei Schalen bzw. Klappen besteht, besitzen. Dennoch gehören Brachiopoden nicht einmal zu den Weichtieren, sondern bilden sogar einen eigenen Tierstamm.

Nicht weit von Chemnitz entfernt, wurden im ostthüringischen Gera schon seit dem 18. Jahrhundert "versteinerte" Brachiopoden gesammelt. Auch heute liefern Bauaufschlüsse immer wieder attraktive Fundmöglichkeiten. Die Brachiopoden aus Gera stammen aus der Zeit des Unteren Zechstein (Oberperm) vor etwa 255 Millionen Jahren. Damals bedeckten sie zum Teil massenhaft den Boden des flachen Zechsteinmeeres. Nachdem im Vortrag grundlegende Erkenntnisse zu Brachiopoden vermittelt werden, stehen im zweiten Teil anschauliche Beschreibungen einiger erstaunlicher Vertreter der 19 verschiedenen Brachiopodenarten, die aus dem Stadtgebiet von Gera bekannt sind, im Mittelpunkt.

Der Vortrag richtet sich nicht nur an Fossiliensammler, sondern an alle, die sich für faszinierende Welten vor unserer Zeit begeistern können. Zudem erhält jeder Vortragsgast einen Brachiopoden als Andenken zum Mitnehmen.

Veranstaltungsort: DAStietz | Veranstaltungssaal | 3. Etage

Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: Eintritt frei

 

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Museum für Naturkunde Chemnitz | Moritzstraße 20, 09111Chemnitz
Öffnungszeiten Mo, Di, Do, Fr 9-17 Uhr | Sa, So 10-18 Uhr
www.naturkunde-chemnitz.de | info@naturkunde-chemnitz.de
Tel. 0371 - 488 45 51 | Fax 0371 - 488 45 97