Veranstaltungen am Museum für Naturkunde

Demnächst im Museum

Termine und Event's im Museum

20.05.2026 18:30 Uhr
Vortragsreihe Freundeskreis
23.05.2026 14:00 - 18:00 Uhr
Hang zur Kultur 2026

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  • Sonderausstellung
  • Aktivitäten auf der Grabung
  • Führung
  • Arbeitsgemeinschaft
  • Angebote der Museumspädagogik
  • Sonderveranstaltung

Veranstaltung(en) - März 2026

18:30 Uhr | Vortragsreihe Freundeskreis

 

Vortrag von Jens und Heidi Hering, Limbach-Oberfrohna:

Tschad – durch das Tibesti-Gebirge zu den Ounianga-Seen.

Im Mai 2025 bereisten Jens Hering und seine Frau Heidi bereits zum fünften Mal seit 2021 den Tschad, das Herz Afrikas. Ein Schwerpunkt der ornithologisch ausgerichteten Touren waren mehrfach das Gebiet von Ounianga, die größte Seenlandschaft der Sahara. Zudem besuchten sie auf den Spuren des berühmten Afrikaforschers Gustav Nachtigal das Tibesti-Gebirge im Nordwesten des Landes, in dem über ein halbes Jahrhundert keine Ornithologen mehr geforscht haben. Dabei stand auch die Untersuchung eines der entlegensten Orte unserer Erde auf dem Programm. An einem Tag wurde der Ab- und Aufstieg in den 1.000 m tiefen Vulkankrater des Trou au Natron gewagt, um erstmals überhaupt die Vogelwelt in diesem "Höllenloch" zu studieren. Wenig später gelang ein mehr als überraschender Fund in einem von Vulkanstein geprägten Gebirgstal. Die Entdeckung unzähliger tausende Jahre alter Bruthöhlen in sogenanntem Ignimbrit ließ dabei die Ergebnisse zu den aktuell vorkommenden Brutvögeln verblassen. Fasziniert von dem Fund wurden in den Folgejahren neue Reisen ins Tibesti unternommen, mit dem Ziel, die geheimnisvollen Löcher weiter aufzuklären. Schließlich werden einzigartige Fotos aus dem südlichen Tschad den Vortrag abrunden, wo im Februar 1960 am Chari-Fluss der berühmte DDR-Tierfotograf Helmut Drechsler tödlich verunglückte. Ein Ziel war hier das Auffinden der Absturzstelle und des Grabes.

 

Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde, TIETZ | Museumspädagogik | 1. OG

Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: Eintritt frei

 

13:00 - 17:00 Uhr | Frühlingsfest mit Saatgut- und Pflanzentauschbörse

 

Der Winterschlaf der Natur ist beendet, und nicht nur Knospen erblühen zu neuem Leben – die Menschen tummeln sich auf den Straßen und in den Gärten. Das Museum für Naturkunde lädt alle Frühlingsbegeisterten am 28. März 2026 von 13:00 bis 17:00 Uhr zum Frühlingsfest mit Saatgut- und Pflanzentauschbörse ein.

Groß und Klein können sich kreativ beim Frühlings- und Osterbasteln austoben: Osternestchen, blühende Ostereier und thematisch passende Glitzertattoos stehen auf dem Plan. Kleine Detektive kommen bei der Schatzsuche „Wer legt was?“ durch die Dauerausstellung auf ihre Kosten. Zum Experimentieren lädt auch der ASR der Stadt Chemnitz ein. An seiner Station Bio stehen Abfallverwertung und Biokreislauf im Mittelpunkt. Imker Peter Wagner vom Murschnitzer Hof bietet neben Honig auch Wissenswertes zum Thema Bienen an. Die Stadtbibliothek inspiriert mit ihrer mobilen Buchausleihe zu eigenen kreativen gärtnerischen Projekten. Außerdem beantwortet der Stachelnasen Zwickauer Land e. V. alle Fragen rund um das Thema Igel. Wer einen Igel mit nach Hause nehmen möchte, kann am Stand kleine Wolligel basteln.

Haus-, Klein- und Blumentopfgärtner sind dazu aufgerufen, Saatgut und Pflanzen mitzubringen, zu tauschen und so die natürliche grüne Vielfalt zu erhalten. Wer größere Mengen anbieten möchte, kann sich für einen Tauschtisch bei Anne Förster anmelden (Tel.: 0371 488-4555, E-Mail: foerster@naturkunde-chemnitz.de).

Claudia Huwe-Klug thematisiert um 15:00 Uhr in ihrem Vortrag „Igel in Not – wie können wir helfen?“ die Besonderheiten im Umgang mit Igeln und was wir alle dabei beachten sollten.

Wir freuen uns auf einen kreativen Nachmittag und einen inspirierenden Austausch über gärtnerische Erfolge!

Wir freuen uns auf einen kreativen Nachmittag und einen inspirierenden Austausch über gärtnerische Erfolge!

 

Termindetails

  Fossil des Jahres 2023 - Medullosa stellata

Wann? -

Ab 28. Oktober 2023 wird im Museum für Naturkunde Chemnitz ein besonderes Objekt präsentiert: Medullosa stellata, eine fossile Samenpflanze mit Farnlaub, die von der Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2023 erkoren wurde. Erst durch einen Fund der wissenschaftlichen Grabung in Chemnitz-Hilbersdorf (2008–2011) war es möglich, die Pflanze insgesamt zu rekonstruieren. Neben Teilen dieses Sensationsfundes wird in der Sonderschau erstmals das digitale Rekonstruktionsmodell des Baumes gezeigt. Ein Kurzfilm über die Medullosa wird ebenfalls fester Bestandteil der Ausstellung sein.

Die Paläontologie erforscht die Geschichte des Lebens auf der Erde. Anhand von Fossilien und Gesteinsschichten, in denen sie gefunden werden, zeichnet sie die Evolution der Organismen und ihrer Umwelt nach, rekonstruiert biologische Anpassungen an verschiedene Lebensbedingungen, findet Hinweise auf Klimaveränderungen in der geologischen Vergangenheit, untersucht Ursachen und Auswirkungen von Artbildungsprozessen und Massenaussterbeereignissen. Damit ist Paläontologie der Schlüssel zum Verständnis der heutigen Biodiversität und der Wechselwirkung zwischen belebter und unbelebter Natur.

1912 wurde in Greifswald die Paläontologische Gesellschaft gegründet, heute die größte Vereinigung von Berufspaläontologen, Sammlern und Freizeitforschern im deutschsprachigen Raum. Um auf Fossilien aufmerksam zu machen, die von besonderem wissenschaftlichen Wert sind, wählt die Paläontologische Gesellschaft seit 2008 einen Fund oder eine ganze Art zum Fossil des Jahres.
2023 fiel diese Wahl auf Medullosa stellata aus dem Versteinerten Wald Chemnitz. Diese bereits 1832 von Bernhard Cotta beschriebene fossile Baumart blieb für die Wissenschaft fast zwei Jahrhunderte ein ungelöstes Rätsel. Relativ schnell erkannte man, dass die 1849 unter dem Namen Myeolxylon beschriebenen Hölzer in Wirklichkeit am Medullosa-Stamm ansitzende Wedelstiele sind. Welches Laub jedoch an diesen Wedelstielen hing, blieb bis zur wissenschaftlichen Grabung des Museums für Naturkunde Chemnitz ungeklärt. Erst ein Komplexfund, der 2009 entdeckt und 2010 geborgen wurde, gab die Gewissheit: am Stamm der Medullosa stellata saßen farnartige Wedel vom Typ Alethopteris schneideri an.
Medullosa gehört zu Farnsamern, einer ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen mit Farnlaub. Wir wissen nun, dass zehn bis zu 3,5 m lange Wedel an dem relativ dünnen, aber stark verholzten Stamm saßen. Ein komplexes Netzwerk vertikal und horizontal verbundener Leitbündel im Medullosa-Stamm und den Myeloxylon-Wedeln sorgte dafür, dass die Pflanze große Mengen Wasser aufnehmen und speichern konnte. Blätter mit dichter Nervatur ermöglichten eine Transpirationsrate auf dem Niveau heutiger Blütenpflanzen. Vermutlich hat Medullosa damit eine entscheidende Rolle im Ökosystem des subtropischen Waldes gespielt, der vor 291 Millionen Jahren im Großraum Chemnitz existierte: während das Klima immer trockener und saisonaler wurde, es also zum zunehmend ausgeprägten Wechsel von Regen- und Trockenzeiten kam, schufen die Medullosen mit ihrer besonderen Fähigkeit zur Wasseraufnahme und –abgabe eine immerfeuchte Oase, in der andere Pflanzen gedeihen und zahlreiche Tiere leben konnten.

 

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Museum für Naturkunde Chemnitz | Moritzstraße 20, 09111Chemnitz
Öffnungszeiten Mo, Di, Do, Fr 9-17 Uhr | Sa, So 10-18 Uhr
www.naturkunde-chemnitz.de | info@naturkunde-chemnitz.de
Tel. 0371 - 488 45 51 | Fax 0371 - 488 45 97