Veranstaltungen am Museum für Naturkunde

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  • Angebote der Museumspädagogik
  • Sonderveranstaltung

Veranstaltung(en) - April 2026

18:30 Uhr | Vortragsreihe Freundeskreis

 

Vortrag von Dr. Steffen Trümper, Münster:

Als das Leben stillstand: Auf den Spuren eines Massensterbens in der Antarktis.

Vor 251 Millionen Jahren ereignete sich eine der größten uns bekannten Krisen des Lebens. Schätzungsweise 95 % aller Arten in den Meeren und Dreiviertel allen Lebens an Land verschwanden bei diesem Massensterbe-Ereignis, das das Ende eines ganzen Zeitalters markierte und daher als Perm-Trias-Ereignis bekannt ist. Wissenschaftler suchen in den Gesteinen aus aller Welt fieberhaft nach Hinweisen, um die Ursachen dieses Einschnitts und dessen Folgen zu verstehen. Ausgerechnet an einem der abgelegensten Orte der Erde gelang nun der Fund eines weiteren Archives dieses Massensterbens: im eisigen Herz der Ostantarktis! Pinguine, Gletscher und Fossilien – Der Vortrag nimmt die Zuhörer mit auf eine spannende Forschungsreise zu den Spuren einer vorzeitlichen Katastrophe am Ende der heutigen Welt.

 

Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde, TIETZ | Museumspädagogik | 1. OG

Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: Eintritt frei

 

Termindetails

  Vortragsreihe Freundeskreis

Wann? -

Vortrag von Dr. Sebastian Voigt, Urweltmuseum GEOSKOP, Thallichtenberg:

Kusel und seine Ursaurier

Rekonstruktion eines 300 Millionen Jahre alten Ökosystems von Weltrang

 

Kusel, etwa auf halbem Wege zwischen Kaiserslautern und Trier im südwestlichen Rheinland-Pfalz gelegen, ist die kleinste Kreisstadt Deutschlands – und die Heimat der ältesten Saurier des Landes. In einem aktiven Steinbruch am Remigiusberg unweit von Kusel befindet sich eine einzigartige Lagerstätte mit Fossilien urzeitlicher Amphibien und Reptilien. Die zugehörigen Vierfüßer-Reste sind knapp 300 Millionen Jahre alt und nach Vielfalt, Häufigkeit und Qualität für diesen erdgeschichtlichen Zeitabschnitt (Karbon/Perm-Grenzbereich) einmalig auf der Welt. Kontinuierliche systematische Grabungen am Remigiusberg haben neben den Ursauriern auch Fossilien von kraut-, busch- und baumartigen Pflanzen, Muscheln, Schnecken, Tausendfüßern, Insekten, Haien, Schmelzschuppenfischen, Lungenfischen, Quastenflossern und vielen anderen Organismen des späten Erdaltertums geliefert. Zusammen mit geologischen Untersuchungen der fossilführenden Schichten ist eine erstaunlich detaillierte Rekonstruktion diverser Lebensbereiche der einstigen Fauna und Flora möglich. Kommen Sie mit auf eine etwas kriminalistisch anmutende Reise in eine Zeit, als die Pfalz am Äquator lag! 

 

Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde, TIETZ | Museumspädagogik | 1. OG

 

Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: Eintritt frei

 

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