Veranstaltungen am Museum für Naturkunde

Demnächst im Museum

Termine und Event's im Museum

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  • Sonderausstellung
  • Aktivitäten auf der Grabung
  • Führung
  • Arbeitsgemeinschaft
  • Angebote der Museumspädagogik
  • Sonderveranstaltung

Veranstaltung(en) - January 2020

Junge Werkstatt – Mein Museum der Träume

 

Im Museum für Naturkunde wurde in diesem Jahr gemessen, gesägt, gefilmt und getöpfert. Schüler des Chemnitzer Schulmodells erweckten den Versteinerten Wald von Chemnitz durch Spiele, Trickfilme und Audiobeiträge zum Leben. Die Sonderausstellung zeigt die kreativen Ergebnisse, die Teil der neuen Dauerausstellung werden sollen, nun einer breiten Öffentlichkeit. Kommt zum Staunen, Stöbern und Spielen!

 

 

AG Naturforscher - Dein Museum der Träume

 
Wie würde Dein Museum der Träume aussehen? Wir werden Spiele in der Sonderausstellung „Mein Museum er Träume“ testen. Im Anschluss sind Deine Ideen gefragt.
 
Zeit: 17:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde | Museumspädagogisches Kabinett
Anmeldung: erforderlich
Ansprechpartner: Dr. Thorid Zierold
Kosten: kostenfrei für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
Hinweise: 
 

14:00 - 15:30 Uhr | Auf den Spuren von Schnappi und Co. - eine Reise in den Versteinerten Wald von Chemnitz

 

Gemeinsam begeben wir uns auf eine Reise in den Versteinerten Wald von Chemnitz. Wie entsteht eigentlich so ein Fossil, wann hat es einmal gelebt und wie haben wir es mitten in Chemnitz entdeckt? Auf diese Fragen werden wir zusammen Antworten finden. Zum Abschluss gestaltet ihr ein Holz mit Fossilienmotiv.

Öffentliche Führung für Kinder und Jugendliche ab 5 Jahren, Unser Projekt "Fenster in die Erdgeschichte" wird durch den ESF gefördert, daher ist das Angebot kostenfrei.

Anmeldung erforderlich unter fenster@naturkunde-chemnitz.de oder unter www.grabungsteam-chemnitz.de

Zeit: 14:00-15:30 Uhr
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde
Ansprechpartner: Maria Schulz

 

 

 

18:30 - 20:00 Uhr | Vortragsreihe Freundeskreis

 

Referent: Prof. em. Dr. Jörg W. Schneider

Thema: Als Deutschland vor 258 Millionen Jahren im Meer versank

Der Vortrag zeigt anschaulich, wie Tsunami-Fluten einst bis in die Gegend um Hannover und Schwerin vordrangen, wie eine Wüstenregion im Meer versank und ein einzigartiges, der Meeresküste vorgelagertes Barriere-Riff entstand.

Meeresüberflutungen von großen Teilen der Kontinente hat es in der Erdgeschichte immer wieder gegeben – im Gebiet des heutigen Deutschland zuletzt vor ca. 3 Millionen Jahren. Das waren aber vergleichsweise langsame Meeresvorstöße. Neueste Untersuchungen zum Meereseinbruch am Ende des Permzeitalters, vor ca. 258 Millionen Jahren, zeigen, dass die so genannte Zechsteinflut nahezu katastrophenartig rasch verlief. Wo mit einer künftigen derartigen Flut zu rechnen sein wird, verraten die tektonischen Strukturen der ständig in Bewegung befindlichen Erdkruste. Hier darf man gespannt sein.

Neben den noch heute genutzten Kali- und Steinsalzen sowie Gipslagerstätten hinterließ das große Teile Europas bedeckende Zechsteinmeer den Kupferschiefer. Dieser hat seit mindestens 800 Jahren zum wirtschaftlichen und damit kulturellem Aufschwung besonders in Mitteldeutschland beigetragen. Klassisch sind die Kupferschiefer-Bergbaureviere im Umland des Harzes und des Thüringer Waldes. Der Bergbau und die attraktiven Fossilien, z. B. die „Kupferschiefer-Heringe“ haben diese Regionen zu Geburtsstätten der modernen Geowissenschaften werden lassen.

Veranstaltungsort: DAStietz | Veranstaltungssaal | 3. Etage
Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: Eintritt frei
Hinweise: -

 

Termindetails

  Vortrag - Neues aus der Schwarmbebenregion Vogtland/NW-Böhmen: Quartärer Vulkanismus und rezente verdeckte Magmenaufstiege

Wann? - -

Im Vortrag spricht Dr. Horst Kämpf (Gastwissenschaftler am Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam) zur Herkunft von CO2-dominierten Gasen, rezenter Magma- und Erdbebentätigkeit sowie quartärem Vulkanismus in Westsachsen und Teilen Nordwest-Böhmens und Nordost-Bayerns.

In Tiefen von ca. 20 bis 6 km bebt es zwischen Marienbad und Leipzig/Halle nahezu ständig. Da die Bebenstärke meist unterhalb von Magnitude 1,5 liegt ist, das für Menschen nicht spürbar. In den letzten 40 Jahren traten im südlichen Vogtland und in NW-Böhmen immer wieder mittelstarke Bebenschwärme zwischen Magnitude 3 und 4,5 auf, die Anlass für das stetige Interesse der Bevölkerung sind. Die letzten Bebenschwärme dieser Größenordnung konnten im Mai/Juni 2018 mit einer maximalen Magnitude von 3,7 und zwischen Dezember 2020 und August 2021 mit Magnitude bis zu 3,2 detektiert werden.

Wiederholungsmessungen im Sinne von Zeitreihenuntersuchungen mittels Heliumisotopie (3He/4He) an CO2-dominierten Gasen aus Mineralquellen und Mofetten zeigten im Frühjahr 2000 und 2006 Anomalien, die die Wissenschaftler als verdeckte, d. h. nicht die Erdoberfläche erreichende Magmaintrusionen interpretierten. Bei Mytina/CZ, Neualbenreuth/D entdeckten die Wissenschaftler des GFZ Potsdam 2007 und 2015 bisher unbekannte Vulkane (Maare) quartären Alters (Mittelpleistozän, d. h. vor ca. 781.000–127.000 Jahren). An der Erforschung von drei weiteren bisher unbekannten Maaren östlich von Selb auf tschechischem und deutschem Territorium wird derzeitig geforscht. Diese drei unbekannten Vulkane werden mit Hilfe von Bohrkernen untersucht, die aus bis zu 400 m tiefen Bohrungen stammen.

Inwieweit passt das alles zusammen? Drohen der Region zukünftig Vulkanausbrüche oder kann Nutzen aus den aktiven Prozessen im Untergrund gezogen werden? Welche offenen Fragen stellen sich der Wissenschaft, und mit welchen Forschungsansätzen und Methoden sollen sie zukünftig bearbeitet und einer Lösung zugeführt werden? Welchen Beitrag in Zusammenarbeit mit Forschern könnten zukünftig Museen, Schulen, Medien und Behörden bzw. die Politik leisten?

Der Referent, Dr. Horst Kämpf, ist Geologe und hat an der ältesten montanwissenschaftlichen Universität der Welt, der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, studiert und promoviert.

 

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